Nach der Meinung einiger islamischer Gelehrter, darunter auch Abû Hanîfa, gilt der farblose und geruchlose Ausfluss bei Frauen nicht als unrein und hebt die rituelle Reinheit (Wudu) nicht auf. (Ibn Âbidîn, Reddü’l-muhtâr, 1/166) Auch nach heutigen medizinischen Erkenntnissen ist es normal, dass bei jeder gesunden Frau ein weißer und geruchloser Ausfluss (rutûbetü’l-ferc) auftritt. Dieser Ausfluss stammt nicht aus der Gebärmutter, sondern aus einem tiefer gelegenen Bereich und vermischt sich nicht mit unreinen Substanzen. Daher gilt dieser als rein, hebt die rituelle Reinheit nicht auf und stellt auch kein Hindernis für das Gebet dar, wenn er auf die Kleidung gelangt.
Quelle: T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı, Din İşleri Yüksek Kurulu
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