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Darf man Dombra spielen?

Shejire Editorial

AntwortEditorialShejire Editorial

Musik ist eines der umstrittensten Themen unter den Gelehrten. Die Überlieferungen, die Musik ausdrücklich für haram erklären, sind nicht authentisch, und in den authentischen Hadithen wird Musik nicht eindeutig als haram bezeichnet [1].

In den Hadithen wird berichtet, dass der Prophet (möge Allahs Segen und Frieden auf ihm sein) Lieder, die mit der Duff begleitet wurden, gehört hat, und dass er Hassan (r.a.) unterstützte, als dieser den Gesandten Allahs lobte und verteidigte. Dies zeigt, dass Lieder, die den Glauben fördern, zu Patriotismus, Frömmigkeit, Einheit und Menschlichkeit aufrufen, erlaubt sind. Auch mehrere Gefährten [2], Tabi'in [3] und zahlreiche Gelehrte [4] haben dies erlaubt.

Imam Abdu al-Ghani an-Nabulusi al-Hanafi sagte: „Musikinstrumente sind nicht wegen ihres Aussehens oder des von ihnen erzeugten Klangs haram. Auch der Gesang der Vögel ist eine Melodie. Die Gelehrten sind sich einig, dass der Gesang der Vögel nicht haram ist. Erst wenn Musik mit Zeitverschwendung oder verbotenen Dingen vermischt wird, ist sie untersagt.“ [5]

Daraus folgt: Musik und Lieder, die den Glauben fördern, zu Patriotismus, Frömmigkeit, Einheit und Menschlichkeit aufrufen, sind erlaubt. Wenn Musik jedoch zu Sittenlosigkeit, Ausschweifung, Schlechtem oder anderen von der Scharia verbotenen Dingen führt, ist sie verboten.

Seit Jahrhunderten nutzt das muslimische kasachische Volk die Dombra, ihr Nationalinstrument, um Lieder und Gedichte zu singen, die zu Frömmigkeit, Güte, Menschlichkeit, zum Schutz des Vaterlandes und zur Achtung der Eltern aufrufen. Deshalb darf man Dombra spielen.

Abteilung für Scharia und Fatwa des Muftiamts von Kasachstan

  • [1] Abu Bakr ibn al-Arabi Maliki, „Ahkam al-Qur'an“, 3/1494.

  • [2] Umar ibn Khattab, Hassan bin Thabit, Amr ibn al-As, Abdullah ibn Zubair, Bilal u.a.

  • [3] Kharija ibn Zaid, Said ibn al-Musayyib, Ata bin Abi Rabah und viele Rechtsgelehrte aus Medina, sowie Abu Muhammad Ibn Hazm, Abu Ishaq ash-Shirazi, Abdulghani an-Nabulusi u.a.

  • [4] Abu Mansur al-Baghdadi ash-Shafi'i (429 n.H.), Ibn Abd al-Barr al-Qurtubi al-Maliki (463 n.H.), Scheich Abdulghani ibn Ismail an-Nabulusi al-Hanafi (1143 n.H.), Abu al-Fadl Ja'far ibn Sa'lab ash-Shafi'i al-Adfawi (748 n.H.), Hafiz Shamsuddin adh-Dhahabi ash-Shafi'i (748 n.H.), Izz ibn Abdussalam ash-Shafi'i (660 n.H.), Abu Bakr ibn al-Arabi Maliki (543 n.H.), Abu Hamid al-Ghazali ash-Shafi'i (555 n.H.), Ibn Hazm al-Andalusi (456 n.H.), Imam Muhammad Tahir al-Maqdisi (507 n.H.).

  • Gelehrte unserer Zeit: Muhammad Ghazali, Abdusattar Abu Ghudda, Mahmud Shaltut, Yusuf Qaradawi u.a.

  • [5] „Idahu ad-dalalati fi sima'i al-alati“, S. 20.

Dieser Inhalt wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von einer Redaktion geprüft.

Die Antworten hier stammen von Nutzern und sind keine offizielle Fatwa. Für eine verbindliche Auskunft wenden Sie sich an eine zuständige religiöse Stelle.

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