Heutzutage gibt es eine neue Methode, um zur Umra zu reisen. Mehrere Personen spielen das sogenannte „Schwarze Kasse“-Spiel, wobei sie reihum jeden Monat eine Person aus ihrer Gruppe zur Umra schicken.
Zum Beispiel schließen sich zehn Personen zusammen und spielen die „Schwarze Kasse“, um jeden Monat eine von ihnen zur Umra zu schicken. Wenn die Kosten für die Umra 700.000 Tenge betragen, einigen sie sich darauf, dass jeder 70.000 Tenge für die reisende Person beisteuert. So schaffen es innerhalb eines bestimmten Zeitraums alle zehn, die Umra zu verrichten. Wer als Nächstes fahren darf, wird möglicherweise per Los bestimmt.
Einige Gelehrte vertreten die Ansicht, dass es weder Sunna noch mustahabb ist, auf diese Weise zur Umra zu gehen. Mit anderen Worten: Es ist besser, dies nicht zu tun. Denn die Person, die zuerst zur Umra fährt, zahlt das Geld später an die anderen zurück. Das bedeutet, dass sie die Umra auf Kredit macht. Diese Vorgehensweise ist makruh (unerwünscht). Denn:
«Алла Тағала ешбір адамға шамасы келмейтін міндетті жүктемейді» (Sure al-Baqara, 286)
Wer nicht in der Lage ist, die Pilgerfahrt oder Umra zu leisten, ist dazu auch nicht verpflichtet.
Allah sagt im Koran:
«Жақсылық және тақуалық жолында бір-біріңе жәрдемші болыңдар» (Sure al-Maida, 2)
Aus diesem Vers wird deutlich, dass man sich bei wichtigen Angelegenheiten wie Heirat, Hausbau oder Schuldentilgung gegenseitig unterstützen soll. Es ist jedoch schwierig, das Aufnehmen eines Kredits für die Umra als solche Hilfe zu bezeichnen.
Im islamischen Recht ist das Aufnehmen eines Kredits nur für notwendige Angelegenheiten oder in großer Not erlaubt. Die Umra gehört jedoch nicht zu den verpflichtenden Gottesdiensten. Daher sollte jemand, der zur Umra reisen möchte, dies möglichst ohne Schulden tun.
Hasan AMANKUL
„Munara“-Zeitung, Nr. 4, 2023
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