Obwohl TikTok noch nicht lange existiert, hat diese App mittlerweile die ganze Welt erobert. Die Nutzerzahlen haben sogar YouTube, Instagram und Facebook übertroffen. Kurz gesagt: Es ist der aktuelle Trend.
Auch in unserem Land steigt die Zahl der TikTok-Nutzer täglich. Auf TikTok erstellen Nutzer kurze Videos, oft mit vorgefertigten Audios, meist zur Unterhaltung, besonders bei Jugendlichen.
Es ist eine Tatsache, dass auf TikTok oft leicht bekleidete Mädchen vor der Kamera tanzen und Jungen mit unangemessenem Verhalten auffallen. Häufig geht es um Spott und Bloßstellung. Die Jugendlichen nehmen das als Spaß wahr. Es kam auch schon vor, dass der Koran oder berühmte Persönlichkeiten verspottet wurden. Manche Kinder und Jugendliche, die noch nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden können, ahmen solche Verhaltensweisen nach und übernehmen schlechte Angewohnheiten. Es gibt aber auch Nutzer, die Videos zu wichtigen Themen machen.
Der Islam erlaubt die Nutzung moderner Technologien und neuer Entwicklungen, einschließlich des Internets. Allerdings verlangt er, dass dies im Rahmen der Scharia geschieht. Deshalb muss ein Muslim bei der Nutzung des Internets darauf achten, nur erlaubte Dinge zu tun und Verbotenes zu meiden.
Allah der Erhabene sagt: „O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah, wie Er gefürchtet werden soll, und seid mit den Wahrhaftigen!“ (Sure at-Tauba, Vers 119)
Der Prophet (صلى الله عليه وسلم) sagte: „Fürchte Allah, wo immer du bist. Lass einer schlechten Tat eine gute folgen, damit sie sie auslöscht. Begegne den Menschen mit gutem Charakter!“ (Tirmidhi).
Wer das Internet nutzt, sollte vor allem eine gute Absicht haben, gottesfürchtig, wohltätig und charakterfest sein. Man sollte sich von nutzlosen und sinnlosen Dingen fernhalten, seine Zeit nicht verschwenden und das Leben, das Allah gegeben hat, wertschätzen und sinnvoll nutzen. Man darf nicht vergessen, dass man für jede Minute im Jenseits Rechenschaft ablegen muss. Die Zeit, Kraft, Intelligenz und Aufmerksamkeit eines Muslims sollten nur für nützliche Dinge eingesetzt werden.
Der Prophet (صلى الله عليه وسلم) sagte: „Strebe nach dem, was dir nützt, und bitte Allah um Hilfe!“ (Muslim).
Außerdem ist es verboten, über das Internet falsche Nachrichten, Bilder oder Videos zu verbreiten oder zu täuschen. Andere zu beleidigen oder zu verspotten ist untersagt. Das Bemühen, andere zum Lachen zu bringen, wird im Islam nicht gutgeheißen.
Der Prophet (صلى الله عليه وسلم) warnte: „Wehe dem, der sich für einen Scherz Geschichten ausdenkt, die nie passiert sind – wehe ihm, wehe ihm, wehe ihm!“ (Abu Dawud).
Man muss besonders auf Scham und Anstand achten. Gleichgültigkeit in diesen Fragen führt zu vielen gesellschaftlichen Problemen, wie Streit und Scheidung unter Ehepaaren, Schamlosigkeit und Provokationen.
Im Koran heißt es: „Diejenigen, die wünschen, dass sich Schamlosigkeit unter den Gläubigen verbreitet, erwartet eine schmerzhafte Strafe im Diesseits und im Jenseits.“ (Sure an-Nur, Vers 19)
Daher ist es haram, sinnlose, unanständige oder schamlose Videos auf TikTok zu posten oder anzuschauen sowie seine Zeit dort zu verschwenden. Ein Muslim sollte sich von solchen Handlungen fernhalten.
Hasan AMANKUL
„Munara“-Zeitung, Nr. 23, 2020
Dieser Inhalt wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von einer Redaktion geprüft.