Kosmetik bezeichnet Produkte, die zur Reinigung und zur Verschönerung des äußeren Erscheinungsbildes verwendet werden. Sie werden in der Regel äußerlich angewendet, also auf Haaren, Haut, Nägeln und Lippen.
Seit jeher haben Menschen, insbesondere Frauen, großen Wert auf ihr äußeres Erscheinungsbild und die Pflege der Haut gelegt. Schon früher schminkten sich Menschen das Gesicht, die Wimpern und die Augenbrauen, lockten ihre Haare und verwendeten anstelle von Parfüm wohlriechende Öle. Diese Öle enthielten, ähnlich wie heute, tierische und pflanzliche Fette, ätherische Öle, verschiedene Harze und Farbstoffe und wurden als Duftstoffe genutzt.
Nach der Scharia ist es Frauen nur unter folgenden Bedingungen erlaubt, kosmetische Produkte zu verwenden:
Es ist erlaubt, Kosmetik zu verwenden, um dem Ehemann zu gefallen oder um vor anderen Frauen und nahen Verwandten gepflegt auszusehen. Es ist jedoch nicht erlaubt, sich für fremde Männer zu schminken oder zu verschönern. Denn eine Frau soll sich vor fremden Männern möglichst bedeckt und zurückhaltend zeigen. Wie könnte sie sich also in solchen Situationen schminken?
Die verwendeten Kosmetikprodukte müssen rein sein, wie zum Beispiel Henna oder Khol. Es ist nicht erlaubt, Produkte zu verwenden, die aus unreinen oder verbotenen Substanzen bestehen, wie etwa Fett von Aas oder andere unreine Stoffe. Die Scharia verbietet die Verwendung von unreinen und haram Substanzen sowie von menschlichen Körperteilen. Daher sollten Kosmetikprodukte, die Proteine von nicht zum Verzehr erlaubten Tieren oder Vögeln, insbesondere Schweinefett oder -protein, oder die Plazenta (das während der Schwangerschaft in der Gebärmutter entstehende Organ, das die Verbindung zwischen Mutter und Kind herstellt) enthalten, nicht verwendet werden.
Kosmetische Produkte dürfen der Haut und dem Körper keinen Schaden zufügen. Es ist nicht erlaubt, chemische Produkte zu verwenden, die sofort oder später schädlich sein können. Denn die Scharia verbietet es, sich selbst Schaden zuzufügen. Dafür gibt es den Beleg durch das Wort des Propheten (صلى الله عليه وسلم): „Weder sich selbst noch anderen darf Schaden zugefügt werden.“ (Ibn Madscha).
Die Wirkung kosmetischer Produkte auf den Körper muss vorübergehend sein. Maßnahmen wie das Aufspritzen der Lippen, das starke Straffen des Gesichts, das dauerhafte Tätowieren oder das Verändern der Hautfarbe, die die ursprüngliche Schöpfung Allahs verändern, gelten als Sünde.
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