Das Deuten von Träumen ist aus islamischer Sicht erlaubt [1]. Denn der Prophet (صلى الله عليه وسلم) hat selbst Träume gedeutet und auch einigen seiner Gefährten dies gestattet.
In einer Überlieferung von Ibn Abbas heißt es: „Ein Mann kam zum Gesandten Allahs (صلى الله عليه وسلم) und erzählte ihm seinen Traum. Daraufhin bat Abu Bakr um Erlaubnis, den Traum zu deuten. Der Prophet (صلى الله عليه وسلم) erlaubte es ihm. Danach fragte Abu Bakr: ‚Habe ich richtig gedeutet oder mich geirrt?‘ Der Prophet (صلى الله عليه وسلم) sagte: ‚Einiges hast du richtig gedeutet, bei anderem hast du dich geirrt.‘“ [2].
Imam Malik sagt: „Nur jemand, der gut im Deuten von Träumen ist, soll dies tun. Wenn der Traum etwas Gutes bedeutet, soll er es sagen. Falls er etwas Schlechtes bedeutet, soll er trotzdem etwas Gutes sagen oder schweigen.“ [3].
Daher ist das Deuten von Träumen nicht haram. Es ist jedoch besser, wenn dies von jemandem gemacht wird, der sich damit auskennt.
Abteilung Scharia und Fatwa, Geistlicher Rat Kasachstans
[1] https://www.dar-alifta.org/ar/fatawa/17486/%D8%AD%D9%83%D9%85-
[2] Bukhari, Nr. 7046. Muslim, Nr. 2269.
[3] Ibn Abd al-Barr, „at-Tamhid lima fi al-Muwatta min al-Ma‘ani wa al-Asanid“, 1/288.
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