Musafaha ist eine Form des gesellschaftlichen Umgangs, bei der man sich als Ausdruck von Freundschaft und Frieden die Hand gibt. Der Prophet Muhammad (s.a.s.) maß dieser Praxis große Bedeutung bei (Buhârî, İsti’zân, 27; Ebû Dâvûd, Edeb, 153 [5211]) und ermutigte dazu mit den Worten: „Wenn sich zwei Muslime begegnen und sich die Hände schütteln, werden ihre Sünden vergeben, noch bevor sie sich trennen.“ (Ebû Dâvûd, Edeb, 153 [5212]).
Da das Händeschütteln nach dem Gebet zur Förderung von Freundschaft, Toleranz und Zusammenhalt unter Muslimen beiträgt, gibt es aus religiöser Sicht keinen Einwand dagegen. (İbn Âbidîn, Reddü’l-muhtâr, 6/381) Es ist jedoch nicht angebracht, das Händeschütteln nach dem Gebet – sei es innerhalb oder außerhalb der Moschee – als festen Bestandteil des Gemeinschaftsgebets zu betrachten und daraus eine kollektive Zeremonie zu machen.
Quelle: T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı, Din İşleri Yüksek Kurulu
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