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IST ES ERLAUBT, EIN HAUS AUF HYPOTHEK ZU KAUFEN?

Shejire Editorial

AntwortEditorialShejire Editorial

Ein Haus ist ein Grundbedürfnis des Menschen, ähnlich wie Kleidung, Haushaltsgegenstände oder Transportmittel. Manche Menschen erben ein Haus von ihren Eltern, andere bauen selbst oder kaufen ein Haus mit eigenem Geld.

Heutzutage erwerben viele Menschen Immobilien auf Kredit oder in Ratenzahlung. Das liegt daran, dass es für den Durchschnittsbürger schwierig ist, eine große Summe für den Hauskauf anzusparen, während der Staat effektive Programme anbietet.

Dabei ist zu beachten, dass der Islam das Geben und Nehmen von Geld gegen Zinsen strikt verbietet. Im Heiligen Koran heißt es:

«Аллах разрешил торговлю и запретил ростовщичество» (Sure „al-Baqara“, 275).

Daher ist die klassische Hypothek ebenfalls eine verbotene Praxis. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass es in vielen islamischen und säkularen Ländern schariakonforme Hypothekenmodelle gibt.

Heute gibt es drei Arten der islamischen Hypothek: Idschara (Miete mit späterem Kauf), Murabaha (Handel mit längerer Zahlungsfrist) und Musharaka (Partnerschaftsmodell, bei dem Bank und Kunde gemeinsam Eigentümer sind und die Erträge teilen).

  • Bei Murabaha kauft die Bank die Immobilie für den Kunden und verkauft sie mit einem Aufschlag auf den ursprünglichen Preis weiter, wobei die Zahlung gestreckt wird. Der Endpreis ist für die gesamte Laufzeit klar und festgelegt. Durch die Ratenzahlung erwirbt der Kunde das Haus von der Bank.

  • Bei Idschara kauft die Bank die Immobilie und schließt mit dem Kunden einen Leasingvertrag ab. Während der Leasingdauer trägt die Bank alle Risiken im Zusammenhang mit dem Besitz und Erwerb der Immobilie.

  • Bei Musharaka schließen Verkäufer, Kunde und Bank einen Dreiparteienvertrag. Der Gewinn wird im Voraus vereinbart und aufgeteilt. Der Kunde kauft dann schrittweise den Anteil der Bank ab.

Wie oben erwähnt, besteht das Hauptmerkmal der islamischen Hypothek darin, dass sie einen Aufschlag auf den Immobilienpreis erhebt, aber keine Zinsen verlangt. Der Aufschlag wird zwischen Warenwert und Verkaufspreis vereinbart, im Voraus festgelegt und bleibt bis zur vollständigen Rückzahlung der Hypothek bestehen. Die Bank wird zum Partner des Kunden, daher werden die Risiken geteilt. In diesem System übernimmt die Bank auch die Kosten für Registrierung und Kauf der Immobilie.

Bei der klassischen Hypothek in Geschäftsbanken zahlt der Kreditnehmer eine Anzahlung aus eigener Tasche. Den Restbetrag übernimmt die Bank, und das Haus wird als Sicherheit an die Bank verpfändet. Die Bank vergibt das Geld gegen Zinsen. Außerdem werden bei verspäteter Zahlung Strafgebühren erhoben. Solche Geschäfte widersprechen den Prinzipien der Scharia.

Hasan Amankul,

Zeitung „Munara“, Nr. 11, 2020

Dieser Inhalt wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von einer Redaktion geprüft.

Die Antworten hier stammen von Nutzern und sind keine offizielle Fatwa. Für eine verbindliche Auskunft wenden Sie sich an eine zuständige religiöse Stelle.

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