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IST MEDITATION ERLAUBT?

Shejire Editorial

AntwortEditorialShejire Editorial

Meditation (meditatio) bedeutet auf Latein "tiefes, langes Nachdenken" oder "Reflexion". Wenn wir von Meditation sprechen, denken viele zuerst an Mönche, die im Lotussitz meditieren. Doch betrachtet man das Wort in seiner sprachlichen Bedeutung, so gibt es auch im Islam das Nachdenken und Gedenken.

Allah der Erhabene sagt im Koran: "Wahrlich, in der Erschaffung der Himmel und der Erde und im Wechsel von Nacht und Tag liegen Zeichen für die Verständigen. Diejenigen, die Allah im Stehen, Sitzen und Liegen gedenken und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachdenken (und sagen): 'Unser Herr! Du hast dies nicht umsonst erschaffen. Gepriesen seist Du! Bewahre uns vor der Strafe des Feuers!'" (Sure Al Imran, 190-191). Und im nächsten Vers: "Diese Gleichnisse führen Wir den Menschen vor Augen, damit sie nachdenken!"

Diese Verse fordern dazu auf, die Koranverse tiefgründig zu verstehen, Allahs Größe zu gedenken und über Seine Erhabenheit nachzudenken.

Die heute verbreitete Form der Meditation, die ihren Ursprung im Hinduismus und Buddhismus hat, ist jedoch mit dem Islam unvereinbar. Denn sie beinhaltet religiöse Praktiken dieser Religionen und das Beigesellen von Partnern zu Allah. Deshalb ist diese Art der Meditation in unserer Scharia streng verboten. Außerdem beinhaltet sie das Nachahmen anderer Gemeinschaften.

Der Prophet (möge Allahs Segen und Frieden auf ihm sein) sagte: "Wer einem Volk ähnelt, gehört zu ihnen."

Im Islam ist es nicht erlaubt, andere Religionen nachzuahmen oder ihnen zu ähneln.

Viele Menschen wenden sich der Meditation zu, um Stress abzubauen, innere Unruhe zu lindern, den Geist zu ordnen oder Selbstvertrauen zu gewinnen. Der Islam bietet für solche Ziele folgende erlaubte Wege an, die auch Allahs Wohlgefallen bringen:

  1. Tafakkur (Nachdenken). Tafakkur bedeutet, über die Größe, Macht und Barmherzigkeit des Schöpfers nachzudenken. Das Nachdenken über Allahs Erhabenheit ist sehr wichtig, denn unser Alltag beschäftigt uns ständig mit weltlichen Dingen. Jeder Mensch hat eine innere Leere, die durch das Nachdenken über Allahs Größe gefüllt werden sollte. Dies bewahrt einen davor, sich zu sehr an das Diesseits zu klammern. Deshalb sollte man nach jedem Pflichtgebet mindestens fünf Minuten ruhig sitzen und über Allahs Größe und Seine Gaben nachdenken.

  2. Dankbarkeit zeigen. Allah dankbar zu sein, lehrt uns Genügsamkeit und bringt uns Allah näher. Wir sind alle in gewissem Maße dankbar, zum Beispiel wenn wir das Leid anderer sehen. Doch wir sollten Allah immer dankbar sein. Umar ibn Abdulaziz (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: "Über Allahs Gaben nachzudenken ist die beste Form der Anbetung."

  3. Sich zurückziehen. Der Prophet (möge Allahs Segen und Frieden auf ihm sein) zog sich vor der Offenbarung in die Höhle Hira zurück, um über die Geschehnisse in seiner Gesellschaft nachzudenken. Nach der Prophetie verbrachte er die letzten zehn Tage im Ramadan im I'tikaf und rief auch seine Gefährten dazu auf. Während des Rückzugs ist es besser, still zu sein, denn durch die Stille kann man sein Herz hören. Sufyan ath-Thauri sagte: "Still zu sitzen ist die beste Form der Anbetung."

  4. Dhikr (Gedenken Allahs). Dhikr bedeutet, Allahs Namen und Lobpreisungen zu wiederholen. Oft sprechen wir diese Worte schnell und gedankenlos aus. Doch wenn man sie mit Nachdenken spricht, reinigt das das Herz von schlechten Gedanken.

  5. Koranrezitation. Zu jeder Zeit den Koran zu lesen. Zum Beispiel, wenn man in Schwierigkeiten ist, sollte man die Gebetswaschung vollziehen und den Koran lesen. Dadurch wird die Seele gestärkt und schlechte Eigenschaften und Gedanken werden beseitigt.

Zusammenfassend ist es für Muslime ratsam, für spirituelles Wachstum, innere Ruhe und das Erlangen von Allahs Wohlgefallen die oben genannten, im Islam erlaubten Wege zu wählen. Das Nachahmen von religiösen Praktiken anderer Religionen, die dem Islam widersprechen, ist nicht erlaubt.

Medet Qurmaschuly

Iman Magazin, Nr. 10, 2023

Dieser Inhalt wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von einer Redaktion geprüft.

Die Antworten hier stammen von Nutzern und sind keine offizielle Fatwa. Für eine verbindliche Auskunft wenden Sie sich an eine zuständige religiöse Stelle.

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