Islam bedeutet, sich Allah (c.c.) zu unterwerfen, sich Ihm zu fügen und Ihm zu gehorchen. Nach dem Koran bedeutet Islam, dass sich der Mensch ausschließlich Allah hingibt, Ihm dient und Ihn anbetet. Das ist auch die Voraussetzung des Tauhids (Einheit Gottes). In diesem Sinne ist der Islam nicht nur die Religion, die vom letzten Propheten Muhammad (s.a.s.) gebracht wurde, sondern ein Glaubenssystem, das alle Propheten verkündet haben. In Bezug auf die Einladung der Menschheit zu den grundlegenden Glaubensprinzipien ist daher die Aufgabe aller Propheten dieselbe. Demnach war die erste Botschaft aller Propheten der Tauhid. Denn der Tauhid ist der Anfang des Weges zur Wahrheit und die erste Stufe des Glaubens an Allah. Allah, der Erhabene, hat jedem Propheten, den Er gesandt hat, befohlen, seine Gemeinschaft zum Tauhid einzuladen: „Und Wir sandten keinen Gesandten vor dir, dem Wir nicht offenbart hätten: ‚Es gibt keinen Gott außer Mir, so dient Mir.‘“ (al-Anbiya, 21/25)
Das Prophetentum begann mit dem ersten Menschen und Propheten Adam (a.s.) und endete mit Muhammad (s.a.s.). Daher ist das Wesen der Religion, die Allah zu verschiedenen Zeiten durch Seine Propheten gesandt hat, dasselbe, und sie wird insgesamt als „Islam“ bezeichnet, während ihre Anhänger „Muslime“ genannt werden. Der Koran drückt dies klar aus: „Allah hat euch sowohl zuvor als auch in diesem Koran Muslime genannt.“ (al-Hadsch, 22/78)
Im Vers „Ibrahim war weder Jude noch Christ, sondern er war ein geradliniger Muslim, der an Allah glaubte.“ (Al-i Imran, 3/67) wird für Ibrahim (a.s.) der Begriff Muslim verwendet. Außerdem wird im Vers „Sagt: Wir glauben an Allah und an das, was uns herabgesandt wurde, und an das, was Abraham, Ismail, Isaak, Jakob und den Stämmen herabgesandt wurde, und an das, was Moses und Jesus gegeben wurde, und an das, was den anderen Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen, und wir sind Muslime.“ (al-Baqara, 2/136) ebenfalls ausgedrückt, dass die Botschaft der Propheten im Wesentlichen eine und dieselbe ist, nämlich der Islam. Da jedoch das Judentum und das Christentum in ihrer heutigen Form nicht so bewahrt wurden, wie sie den Propheten offenbart wurden, können diese Religionen in ihrem jetzigen Zustand nicht als Islam bezeichnet werden. Im Wesentlichen gibt es keine Veränderung in den Grundprinzipien der wahren Religion. Doch Allah, der Erhabene, hat im Laufe der Zeit einige Änderungen in den Formen der Gottesdienste und in den Regelungen des sozialen Lebens vorgenommen. Dass Juden und Christen als Nichtmuslime bezeichnet werden, liegt daran, dass sie nicht an den letzten Propheten des Islam, Muhammad, und an die mit ihm gesandte Religion glauben.
Quelle: T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı, Din İşleri Yüksek Kurulu
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