Gebetszeiten
Glaubenslehrede

Was bedeutet die Aussage „Das Gute und das Schlechte sind von Allah“ im Glaubensbekenntnis (Âmentü)?

Shejire Editorial

AntwortEditorialShejire Editorial

„Das Gute und das Schlechte sind von Allah“ bedeutet, dass Allah der Schöpfer von beidem ist. Diese Aussage soll betonen, dass es keinen anderen Schöpfer außer Allah gibt. Aus der Perspektive des Menschen bedeutet dies, dass der Mensch das Gute und das Schlechte mit seinem eigenen freien Willen wählt. Daher ist der Mensch für all seine guten und schlechten Taten verantwortlich.

Wie es in den Grundsätzen des „Âmentü“ ausgedrückt wird, glaubt jeder Muslim an die Vorherbestimmung und daran, dass sowohl das Gute als auch das Schlechte von Allah erschaffen werden. Denn im Universum geschieht alles nach Seinem Willen, Seiner Bestimmung und Seiner Macht. Es gibt niemanden außer Ihm, der wahrhaftig Eigentum und Macht besitzt oder über das Universum verfügt. Allah ist jedoch mit dem Guten zufrieden, mit dem Schlechten hingegen nicht. Wer das Gute wählt, wird belohnt, wer das Schlechte wählt, wird bestraft. Dass das Schlechte von Allah kommt, bedeutet, dass die Tat des Menschen nur durch Allahs Schöpfung zustande kommt. Allah ist jedoch nicht zufrieden damit, dass die Menschen schlechte Taten begehen, und Er befiehlt das Schlechte nicht.

Allah (c.c.) ist das einzige Wesen, das absolut weise und geordnet handelt. Auch in der Erschaffung des Schlechten durch Ihn liegen verschiedene Weisheiten. Damit das Lebendige vom Toten, das Gute vom Schlechten, das Gute vom Bösen unterschieden werden kann, hat Allah die Dinge mit ihren Gegensätzen erschaffen. Außerdem hat Er dem Menschen Wege gezeigt, sich vor dem Schlechten und Bösen zu schützen, und ihm die Kraft und Fähigkeit gegeben, sich davon fernzuhalten. Wenn es auf der Welt kein Übel gäbe, könnte das Gute nicht erkannt werden, und die Welt könnte nicht als Prüfungsort dienen. Das Schlechte wird aus Allahs Gerechtigkeit und Weisheit erschaffen, um nachfolgendem Guten den Weg zu bereiten oder ein noch größeres Übel abzuwenden.

In allem, was durch Allahs (c.c.) Macht geschieht, können sowohl für das Individuum als auch für die Gesellschaft verschiedene Nutzen liegen. Alles, was wir als schlecht oder gut ansehen, kann im Ergebnis anders sein, als wir es wahrnehmen. In einem Vers wird dies wie folgt erklärt: „Es kann sein, dass ihr etwas nicht mögt, das gut für euch ist. Und es kann sein, dass ihr etwas liebt, das schlecht für euch ist. Ihr wisst nicht, Allah weiß.“ (el-Bakara, 2/216)

Quelle: T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı, Din İşleri Yüksek Kurulu

Dieser Inhalt wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von einer Redaktion geprüft.

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