Es gibt Überlieferungen, dass der Prophet Muhammad (s.a.s.) ab dem Morgengebet des Arafa-Tages bis zum Nachmittagsgebet des vierten Tages des Opferfestes – einschließlich des Nachmittagsgebets – nach den Pflichtgebeten die Taschrik-Takbire gesprochen hat (Beyhakî, es-Sünenü’l-kübrâ, 3/438-440 [6273-6278]; Dârekutnî, es-Sünen, 2/390-391 [1735-1737]).
Dementsprechend ist es nach der bevorzugten Meinung der Hanafiten für jeden Muslim, Mann oder Frau, verpflichtend (wâdschib), ab dem Morgengebet des Arafa-Tages bis zum Nachmittagsgebet des vierten Festtages, also insgesamt 23 Gebetszeiten, nach jedem Pflichtgebet die Taschrik-Takbire zu sprechen. Wenn während der Taschrik-Tage ein Gebet nachgeholt wird, werden auch die Takbire gesprochen. Werden die Gebete jedoch nach den Taschrik-Tagen nachgeholt, werden die Takbire nicht gesprochen. Die Takbire werden nur nachgeholt, wenn das Gebet selbst nachgeholt wird (Serahsî, el-Mebsût, 2/43-44; İbnü’l-Hümâm, Fethü'l-kadîr, 2/80-82).
Nach der schafiitischen Rechtsschule sind die Taschrik-Takbire eine Sunna (Mâverdî, el-Hâvî, 1/484).
Quelle: T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı, Din İşleri Yüksek Kurulu
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