Yoga ist eine Methode, die im Hinduismus und Buddhismus angewendet wird, um dem Menschen durch die Vermittlung bestimmter göttlicher Erkenntnisse und Fähigkeiten zur Reinigung und zur Erlangung der Wahrheit zu verhelfen.
In den letzten Jahren haben sich in unserem Land zahlreiche Yoga-Zentren verbreitet, die als körperliche Übungen und psychologische Therapieangebote auftreten. Ein Großteil dieser Zentren behauptet, unabhängig von diesen Religionen zu sein und Yoga losgelöst davon zu praktizieren. Die Behauptung jedoch, Yoga habe keinen religiösen Aspekt und bestehe lediglich aus Übungen zur geistigen Reinigung, entspricht nicht ganz der Wahrheit. Denn im indischen Religionskontext bleibt Yoga eine religiöse Praxis. (Tümer, “Brahmanismus”, DİA, 6/331)
Dementsprechend ist es für einen Muslim nicht erlaubt, Yoga zu praktizieren, wenn er weiß, dass es auf den Glaubensvorstellungen und Ritualen einer anderen Religion basiert. Denn es ist undenkbar, dass ein Muslim die Glaubensgrundlagen und Prinzipien des Islam außer Acht lässt, auf die Riten anderer Religionen hofft oder sie übernimmt.
Quelle: T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı, Din İşleri Yüksek Kurulu
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