Obwohl es bei freiwilligen Gebeten (Nafila) grundsätzlich vorzüglicher ist, sie einzeln zu verrichten, ist das gemeinschaftliche Verrichten des Tarawih-Gebets durch die Praxis des Propheten (s.a.s.) belegt. So hat der Prophet das Tarawih-Gebet einige Male in Gemeinschaft geleitet, jedoch später davon abgesehen, es weiterhin in Gemeinschaft zu verrichten, aus der Sorge, es könnte zur Pflicht (Fard) erklärt werden (Buhârî, Salâtü’t-terâvîh, 1 [2012]; Muslim, Salâtü’l-müsâfirîn, 177-178 [761]).
Als ʿUmar (r.a.) Kalif wurde und sah, dass die Menschen das Tarawih-Gebet verstreut verrichteten, hielt er es für angemessener, das Gebet wieder in Gemeinschaft zu verrichten. Nach Beratung mit den Gefährten führte er die gemeinschaftliche Verrichtung des Tarawih-Gebets erneut ein. Als er sah, wie die Menschen dieses Gebet voller Hingabe verrichteten, äußerte er seine Zufriedenheit mit den Worten: „Was für eine schöne Gewohnheit ist das geworden.“ (Buhârî, Salâtü’t-terâvîh, 1 [2010]).
ʿAlī (r.a.) betete aufgrund dieser Praxis: „So wie ʿUmar unsere Moscheen mit dem Segen des Tarawih erleuchtet hat, möge Allah auch ʿUmars Grab so erleuchten.“ (Ibn Asâkir, Târîhu medîneti Dımaşk, 44/280 [9808])
Quelle: T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı, Din İşleri Yüksek Kurulu
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