Das Weinen um eine verstorbene Person ist ein Ausdruck des Mitgefühls, das Allah dem Menschen geschenkt hat. Auch der Prophet Muhammad (s.a.s.) weinte, als sein Sohn Ibrahim starb, und als ihm vom bevorstehenden Tod seines Enkels berichtet wurde, traten ihm Tränen in die Augen. Auf die Frage nach dem Grund sagte er: „Dies ist Barmherzigkeit, die Allah in die Herzen seiner Diener gelegt hat. Allah erbarmt sich nur der Barmherzigen unter seinen Dienern.“ (Buhârî, Cenâiz, 43 [1303]; Muslim, Cenâiz, 11,12 [923, 924]; Ebû Dâvûd, Cenâiz, 28 [3125]). Es ist jedoch nicht erlaubt, nach dem Tod einer Person laut zu schreien, sich die Kleider zu zerreißen oder sich selbst zu verletzen. Der Prophet (s.a.s.) sagte: „Wer bei einem Unglück sein Gewand zerreißt, sich ins Gesicht oder auf die Wangen schlägt oder zu Taten der Unwissenheit aufruft, gehört nicht zu uns.“ (Ebû Dâvûd, Cenâiz, 29 [3128]); „Allah möge die Frau/Person von seiner Barmherzigkeit fernhalten, die sich ins Gesicht schlägt, sich das Gesicht zerkratzt, ihr Gewand zerreißt und für ihren eigenen Untergang oder für ein Unglück betet.“ (İbn Mâce, Cenâiz, 52 [1584]).
Quelle: T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı, Din İşleri Yüksek Kurulu
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