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Was ist die Fitr-Sadaqa und wann wird sie gegeben?

Shejire Editorial

AntwortEditorialShejire Editorial

Die im Volksmund als Fitre bekannte Fitr-Sadaqa (Sadaka-i Fıtr) ist eine Almosengabe, die als Dank für das Menschsein und das Erreichen des Ramadanfestes von einem nach islamischem Recht wohlhabenden Muslim, der das Ende des Ramadan erlebt, an bestimmte Personen zu geben verpflichtend ist. (Nevevî, el-Mecmû’, 6/103-105) Ihre Verpflichtung ist durch die Sunna belegt. (Buhârî, Zekât, 70-78 [1503-1512]; Muslim, Zekât, 12-21 [984-985])

Eine Person ist verpflichtet, die Fitre sowohl für sich selbst als auch für ihre minderjährigen Kinder zu entrichten. Der Prophet Muhammad (s.a.s.) hat erklärt, dass die Fitre für jeden Muslim, ob Sklave oder frei, groß oder klein, Frau oder Mann, erforderlich ist. (Buhârî, Zekât, 70; [1503; Ebû Dâvûd, Zekât, 20 [1619])

Der Zeitpunkt, zu dem die Fitr-Sadaqa verpflichtend wird, ist der erste Tag des Ramadanfestes, sie kann jedoch auch schon vor dem Fest gegeben werden. Dies gilt sogar als noch verdienstvoller. So wird es als empfehlenswert angesehen, sie vor dem Festgebet zu entrichten. Sie kann jedoch auch am Festtag selbst oder später gegeben werden. Es ist jedoch verpönt, die Zahlung nach dem Fest zu verschieben.

Nach der Schafiitischen Rechtsschule ist es hingegen verboten, die Fitre ohne triftigen Grund nach Sonnenuntergang am ersten Festtag zu geben. Es ist auch erlaubt, die Fitre bereits in den ersten Tagen des Ramadan zu entrichten. (Nevevî, el-Mecmû’, 6/128)

Ziel der Fitre ist es, einem Bedürftigen entsprechend dem Lebensstandard der Gesellschaft, in der er lebt, die Versorgung für einen Tag zu ermöglichen und so zu seiner Freude am Fest beizutragen.

Heutzutage ist es angemessener, bei der Festlegung der Höhe der Fitr-Sadaqa den Betrag zugrunde zu legen, der den normalen Tagesbedarf an Lebensmitteln einer Person deckt. Die Fitre darf nicht an diejenigen gegeben werden, die nach islamischem Recht als wohlhabend gelten, an die eigenen Vorfahren (Eltern, Großeltern), Nachkommen (Kinder und Enkel) oder den Ehepartner. Die Fitre kann entweder einem Bedürftigen oder mehreren Bedürftigen verteilt werden. (Kâsânî, Bedâ’i, 2/75) Es ist jedoch besser, wenn der einem Einzelnen gegebene Betrag nicht weniger als eine Fitre beträgt.

Quelle: T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı, Din İşleri Yüksek Kurulu

Dieser Inhalt wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von einer Redaktion geprüft.

Die Antworten hier stammen von Nutzern und sind keine offizielle Fatwa. Für eine verbindliche Auskunft wenden Sie sich an eine zuständige religiöse Stelle.

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