Die Sahur-Mahlzeit ist das Essen, das diejenigen, die fasten wollen, in der Nacht vor dem Morgengrauen (Imsak) zu sich nehmen. Der Prophet Muhammad (s.a.s.) hat selbst Sahur gemacht und dies auch seiner Gemeinschaft empfohlen. (Buhârî, Savm, 19-20 [1921, 1923]; Muslim, Sıyâm, 45-47 [1095-1097])
Der Gesandte Allahs (s.a.s.) hat erklärt, dass im Sahur-Mahl „Segen“ liegt (Buhârî, Savm, 20 [1923]; Muslim, Sıyâm, 45 [1095]) und betont, dass die Sahur-Mahlzeit einer der wichtigsten Unterschiede zwischen dem Fasten der Muslime und dem Fasten der Schriftbesitzer ist. (Muslim, Sıyâm, 46 [1096]) Aufgrund seiner Aussagen und Handlungen in Bezug auf den Sahur haben die Rechtsgelehrten festgestellt, dass es Sunna ist, zum Sahur aufzustehen und das Sahur-Mahl hinauszuzögern. (Kâsânî, Bedâ’i, 2/105)
Die Gelehrten haben erklärt, dass der Sahur dem Fastenden Kraft verleiht und sowohl materiellen als auch spirituellen Segen bringt. Denn wer zum Sahur aufsteht, verbringt die Zeit der Morgendämmerung wach und erlangt durch Bittgebet und Bitte um Vergebung in dieser Zeit die Eigenschaften der Paradiesbewohner. (ez-Zâriyât, 51/18) Ein Fasten, das mit solchen spirituellen Freuden beginnt, wird lebendiger und mit mehr Begeisterung gehalten. Der Sahur, der solche materiellen und spirituellen Segnungen mit sich bringt, sollte daher nicht vernachlässigt werden.
Quelle: T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı, Din İşleri Yüksek Kurulu
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