Tayammum ist eine rituelle Reinigung, die durchgeführt wird, wenn kein Wasser vorhanden ist oder wenn es nicht möglich ist, vorhandenes Wasser zu benutzen, um einen rituellen Zustand der Unreinheit wie Hadath oder Dschanaba zu beseitigen. Dabei werden die Hände auf saubere Erde oder einen erdähnlichen Stoff gelegt und damit das Gesicht und die beiden Arme gewischt.
Im Koran heißt es: „Wenn ihr krank seid oder auf Reisen, wenn ihr von der Toilette kommt oder Frauen berührt habt und kein Wasser findet, dann wendet euch sauberer Erde zu und wischt damit eure Gesichter und Hände (macht Tayammum).“ (an-Nisâ, 4/43; al-Mâida, 5/6)
Die Person, die Tayammum machen möchte, fasst die Absicht (Niyya), ob sie Tayammum für die kleine oder große rituelle Reinigung macht. Sie schlägt mit geöffneten Fingern die Hände auf saubere Erde oder einen erdähnlichen Stoff, bewegt sie vor und zurück, hebt sie an und schlägt sie leicht gegeneinander, um den Staub abzuklopfen. Dann wischt sie mit den Handflächen einmal das gesamte Gesicht. Danach schlägt sie die Hände erneut auf die Erde und wischt mit der linken Handfläche den rechten Arm einschließlich des Ellenbogens, anschließend mit der rechten Handfläche den linken Arm auf die gleiche Weise.
Alles, was die rituelle Waschung (Wudu) ungültig macht, macht auch Tayammum ungültig. Außerdem wird Tayammum ungültig, wenn der Grund, der Tayammum erlaubt hat, wegfällt, wie zum Beispiel das Auffinden von ausreichend Wasser für Wudu oder Ghusl, die Genesung von einer Krankheit oder die Möglichkeit, Wasser zu benutzen. (Mevsılî, el-İhtiyâr, 1/22)
Quelle: T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı, Din İşleri Yüksek Kurulu
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