Das Totengebet ist ein Gebet ohne Ruku und Sujud; seine Säulen sind das Stehen (Qiyam) und das Takbir. Im Totengebet gibt es zusammen mit dem Eröffnungstakbir insgesamt vier Takbire. Der Friedensgruß (Salam) ist verpflichtend (wajib). Zu den Sunna-Handlungen gehören das Lobpreisen und Rühmen Allahs, das Senden von Segenswünschen auf den Gesandten Allahs (s.a.s.), sowie das Bittgebet für den Verstorbenen und die Muslime. Wenn der Imam mehr als vier Takbire spricht, folgt die Gemeinde ihm nicht, sondern wartet, bis er den Salam spricht, um gemeinsam mit ihm den Salam zu geben. Wenn der Imam jedoch versehentlich zu wenige Takbire spricht und den Salam spricht, ist das Gebet des Imams ungültig, und selbst wenn die Gemeinde für sich das vierte Takbir spricht, ist das Gebet nicht gültig. In diesem Fall muss das Gebet wiederholt werden. Wenn nach der Beerdigung festgestellt wird, dass das Gebet mit zu wenigen Takbire verrichtet wurde und seit der Beerdigung nicht viel Zeit vergangen ist, wird das Gebet am Grab wiederholt (Kâsânî, Bedâi‘, 1/313-315).
Quelle: T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı, Din İşleri Yüksek Kurulu
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