Gebetszeiten
Bittgebet und Dhikrde

Welche Verse werden am Grab rezitiert?

Shejire Editorial

AntwortEditorialShejire Editorial

Der Friedhof ist ein bestimmter Ort, an dem Verstorbene beigesetzt werden. Das Besuchen von Gräbern dient dazu, sich an die Vergänglichkeit zu erinnern, daraus Lehren zu ziehen, für die Verstorbenen um Vergebung zu bitten, den Koran zu rezitieren und die Belohnung dafür den Verstorbenen zu widmen.

Unser Prophet (صلى الله عليه وسلم) sagte: „Früher habe ich euch das Besuchen der Gräber verboten. Nun aber besucht sie ruhig.“ (Muslim) In einem anderen Hadith heißt es: „Das Besuchen der Gräber erinnert an das Jenseits.“ (Tirmidhi)

Für den Besuch eines Grabes gibt es bestimmte Verhaltensregeln. Eine davon ist, am Grab Koranverse zu rezitieren, die Belohnung dem Verstorbenen zu widmen und Bittgebete zu sprechen. Das Rezitieren des Korans und das Widmen der Belohnung am Grab wird von den Gelehrten aller vier Rechtsschulen befürwortet. Ein Muslim kann am Grab die Suren und Verse rezitieren, die er auswendig kann. In den Hadithen und Überlieferungen (Aussagen der Gefährten und der Nachfolger) werden insbesondere folgende Suren und Verse erwähnt:

  1. Die Rezitation der Sure „Yasin“. Unser Prophet (صلى الله عليه وسلم) sagte in einem Hadith:

    „‚Yasin‘ ist das Herz des Korans. Wer sie im Streben nach Allahs Wohlgefallen und dem Jenseits rezitiert, dem werden gewiss seine Sünden vergeben. Lest die Sure ‚Yasin‘ auch für eure Verstorbenen.“

    In einer anderen Überlieferung heißt es:

    „Lest die Sure ‚Yasin‘ für eure Verstorbenen.“

    Der frühere ägyptische Mufti, Dr. Ali Gomaa, sagte: „Die beste Sure, die für Verstorbene rezitiert wird, ist ‚Yasin‘. Denn das Rezitieren dieser Sure erleichtert dem Verstorbenen die Grabesstrafe und erhellt sein Grab.“

  2. Die Rezitation der Sure „Fatiha“, der ersten fünf Verse und der letzten Verse der Sure „Baqarah“. Überliefert von Abdullah ibn Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein):

    „Ich hörte den Propheten (صلى الله عليه وسلم) sagen: ‚Wenn einer von euch stirbt, beeilt euch mit der Beerdigung. Nachdem er beigesetzt wurde, soll einer von euch am Kopfende stehen und die Sure ‚Fatiha‘ rezitieren, und einer am Fußende die letzten Verse der Sure ‚Baqarah‘.‘“

    In einer anderen Überlieferung heißt es:

    „Anstelle der ‚Fatiha‘ rezitiert die ersten Verse der Sure ‚Baqarah‘.“

  3. Die Rezitation der Suren „Fatiha“, „Ikhlas“ und „Takathur“. In einem Hadith heißt es:

    „Wer einen Friedhof betritt und die Sure ‚Fatiha‘, die Sure ‚Qul huwa Allahu ahad‘ und die Sure ‚Alhakumut Takathur‘ rezitiert und dann sagt: ‚O Allah, ich widme die Belohnung dessen, was ich aus Deinem Wort rezitiert habe, den gläubigen Männern und Frauen in diesem Grab‘, dem werden sie Fürsprecher sein.“

    Auch das Rezitieren von Suren wie „Falaq“ und „Nas“ wird in Überlieferungen erwähnt. Der Hanbali-Gelehrte Hafiz al-Maqdisi sagte: „Auch wenn diese Hadithe schwach sind, belegen sie, dass das Rezitieren des Korans am Grab eine Grundlage in der Religion hat. Muslime haben zu allen Zeiten für die Verstorbenen Koran rezitiert.“

Zusammenfassend gilt nach ahl as-sunna, dass das Rezitieren des Korans für Verstorbene und das Widmen der Belohnung ihnen zugutekommt.

Medet QURMASCHULY,

Fachreferent für Scharia und Fatwa, Geistlicher Rat der Muslime Kasachstans

„Iman“-Magazin, Nr. 2, 2024

Dieser Inhalt wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von einer Redaktion geprüft.

Die Antworten hier stammen von Nutzern und sind keine offizielle Fatwa. Für eine verbindliche Auskunft wenden Sie sich an eine zuständige religiöse Stelle.

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