Die Sonnenfinsternis wird als kusuf und die Mondfinsternis als husuf bezeichnet.
Wenn in einem Land eine Sonnenfinsternis auftritt, verrichtet der Imam dieses Landes gemeinsam mit der Gemeinde ein zweirak‘a-Gebet, das ohne Azan und ohne Iqama laut gebetet wird. Unser Prophet (ﷺ) stand während einer Sonnenfinsternis lange im Qiyam und verrichtete zwei Rak‘a Gebet und sagte:
„Diese Phänomene sind Zeichen, die die Größe Allahs zeigen. Allah will mit solchen Ereignissen Seine Diener in Ehrfurcht versetzen. Wenn ihr so etwas seht, betet, als wäre es euer letztes Pflichtgebet.“ [1]
Über Sonne und Mond sagt Allah, der Erhabene:
„Nacht und Tag, Sonne und Mond sind Zeichen von Allah (die Seine Macht zeigen). Betet weder die Sonne noch den Mond an, sondern fallt in Anbetung vor Allah, der sie erschaffen hat, wenn ihr Ihm dienen wollt.“ [2]
Die Aufforderung „fallt in Anbetung“ in diesem Vers wird als Hinweis darauf verstanden, dass bei Sonnen- und Mondfinsternis ein Gebet verrichtet werden soll. Es ist besonders empfehlenswert, dieses Gebet in einer großen Moschee zu verrichten, aber es kann auch an anderen Orten gebetet werden. Nach dem Gebet bleibt der Imam mit der Gemeinde sitzen und spricht Bittgebete, bis die Finsternis vorbei ist. Die Gemeinde spricht „Amin“.
[1] Bukhari, Kusuf, 1, 17
[2] Fussilat, 41/37.
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