Allergologen weisen darauf hin, dass es viele verschiedene Arten von Allergien gibt. Einige Behandlungsmethoden erfolgen über natürliche Wege wie Mund, Nase oder Enddarm. Alles, was auf diesen Wegen in den Körper gelangt, bricht das Fasten.
Daher sollten Menschen mit Allergien Folgendes beachten:
Bereiten Sie sich vor Beginn des Fastenmonats auf das Fasten vor, indem Sie rechtzeitig Behandlungsmaßnahmen ergreifen und versuchen, insbesondere während des Ramadan allergische Reaktionen zu vermeiden. Auch wenn eine vollständige Heilung nicht immer möglich ist, können manche Allergien durch Behandlung zumindest vorübergehend unterdrückt werden.
Wenn während des Ramadan das Fasten durch Allergien erschwert wird, sollte man versuchen, Behandlungsmethoden zu wählen, die das Fasten nicht brechen. Medikamente sollten möglichst vor Beginn des Fastens oder nach dem Fastenbrechen eingenommen werden. Ist das nicht möglich, sollte man darauf achten, dass die Medikamente nicht in den Verdauungstrakt gelangen. Bei Injektionen sollte man sich ärztlich bestätigen lassen, dass sie keine nährende Wirkung haben.
Wenn keine Behandlung gefunden werden kann, die das Fasten nicht bricht, kann man das Fasten mit der Absicht nachholen, sobald die Allergie abgeklungen ist. Nach der Genesung wird das Fasten nachgeholt.
Ein besonderer Fall im Zusammenhang mit Allergien und Fasten ist die Behandlung von Atemnot durch Tropfen oder Spray in Nase oder Rachen. Nach hanafitischer Rechtsschule: „Wenn das verabreichte Medikament nicht in den Rachen gelangt, sondern in der Nase verbleibt, bricht es das Fasten nicht“ [1]. Daher sollte man sehr vorsichtig sein und nur eine kleine Menge verwenden. Gelangt das Medikament versehentlich in den Rachen, muss man nach Ramadan einen Tag nachfasten.
Da die Gefahr besteht, dass Tropfen in den Rachen oder die Nase gelangen, kann man Nasensprays oder ähnliche Präparate in geringer Menge verwenden.
Aus dem Buch „Fatwas zum Ramadan-Fasten“
[1] „Radd al-Muhtar“, 6/285.
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