Wenn einem Imam während des Gebets aus einem unverschuldeten Grund, wie etwa Nasenbluten, die rituelle Reinheit (Wudu) verloren geht, lässt er eine geeignete Person aus der Gemeinde an seine Stelle treten. Dies wird "Istihlaf" genannt. (Merğînânî, el-Hidâye, 1/59) So hat beispielsweise Umar ibn al-Chattab (r.a.), als er während des Gebets angegriffen und verletzt wurde, Abdurrahman ibn Awf (r.a.) als seinen Stellvertreter eingesetzt, damit das Gebet fortgesetzt werden konnte. Ebenso hat Ali (r.a.), als er während des Gebets Nasenbluten bekam, jemanden aus der Gemeinde an seine Stelle treten lassen. (Aliyyü’l-Kârî, Fethu bâbi’l-'inâye, 1/346) Wenn der Imam, dessen Wudu ungültig geworden ist, das Gebet verlässt, ohne jemanden an seine Stelle zu setzen, wird das Gebet der Gemeinde ungültig. (Kâsânî, Bedâ’i, 1/226)
Quelle: T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı, Din İşleri Yüksek Kurulu
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