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Wie wird ein Verstorbener eingewickelt (gekafent)?

Shejire Editorial

Kann ein Verstorbener ohne Leichentuch, nur mit seiner Kleidung, beerdigt werden?

AntwortEditorialShejire Editorial

Das Einwickeln (Kefenleme/Tekfin) bezeichnet das Umhüllen und Bedecken des Verstorbenen mit dafür vorbereiteten Tüchern nach der rituellen Waschung. Das Einwickeln des Leichnams ist für die Muslime eine kollektive Pflicht (fard kifaya). Es ist eine der letzten Aufgaben, die die Hinterbliebenen zusammen mit dem Totengebet für den verstorbenen Gläubigen erfüllen. So sagte der Gesandte Allahs (s.a.s.): „Wenn einer von euch die Vorbereitung und das Einwickeln des verstorbenen Glaubensbruders übernimmt, soll er dies gut machen.“ (Muslim, Cenâiz, 49 [943]; Ibn Madscha, Cenâiz, 12 [1474]).

Für Männer besteht das Leichentuch aus drei Teilen: Hemd, Izar und Lifafe; für Frauen kommen zusätzlich Kopftuch und Brusttuch hinzu, sodass es fünf Teile sind.

Wenn nicht genügend Leichentücher vorhanden sind, genügen für Männer zwei Teile (Izar und Lifafe), für Frauen drei Teile (einschließlich Kopftuch). Falls auch das nicht möglich ist, reicht ein Tuch, das den ganzen Körper bedeckt. (Muslim, Cenâiz, 44 [940]) In diesem Fall gibt es keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen.

Das Hemd, eines der Teile des Leichentuchs, bedeckt den Körper vom Hals bis zu den Füßen; das „Izar“ ist ein weiteres Tuch, das vom Kopf bis zu den Füßen reicht. Die „Lifafe“ ist das äußerste Tuch, das ebenfalls vom Kopf bis zu den Füßen reicht und etwas länger ist, damit es an Kopf- und Fußende gebunden werden kann.

Es ist vorzuziehen, dass das Leichentuch aus weißem Baumwollstoff besteht. Der Prophet (s.a.s.) sagte: „Hüllt eure Verstorbenen in weiße Leichentücher.“ (Ibn Madscha, Cenâiz, 12 [1472])

Nach islamischer Lehre darf ein Verstorbener nicht ohne Leichentuch, nur mit seiner Kleidung, beerdigt werden. Ausgenommen davon sind diejenigen, die auf dem Weg Allahs als Märtyrer gefallen sind. Wer sowohl im Diesseits als auch im Jenseits als Märtyrer gilt, wird nicht eingewickelt; nach dem Totengebet wird er in seiner blutigen Kleidung beerdigt, denn diese Kleidung gilt als sein Leichentuch.

Quelle: T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı, Din İşleri Yüksek Kurulu

Dieser Inhalt wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von einer Redaktion geprüft.

Die Antworten hier stammen von Nutzern und sind keine offizielle Fatwa. Für eine verbindliche Auskunft wenden Sie sich an eine zuständige religiöse Stelle.

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