Die Peritonealdialyse ist eine Behandlungsmethode, die bei Nierenversagen eingesetzt wird. Bei dieser Methode wird ein Katheter in die Bauchhöhle gelegt. Über diesen Katheter wird Dialyselösung in die Bauchhöhle eingeführt. Das Bauchfell dient als Filter. Schädliche Stoffe und überschüssige Flüssigkeit aus dem Blut gelangen in die Dialyselösung in der Bauchhöhle. Durch das Ablassen dieser Flüssigkeit werden die angesammelten überschüssigen Flüssigkeiten und Giftstoffe aus dem Körper entfernt.
Wie oben beschrieben, gilt das Einführen und anschließende Ausleiten der Dialyselösung bei Patienten, die eine Peritonealdialyse erhalten, als das Austreten eines nach islamischem Recht als unrein geltenden Stoffes aus dem Körper. Daher sollte bei dieser Flüssigkeit dieselbe Sorgfalt wie beim Schutz vor Urin angewendet werden. Das Austreten oder Herausleiten der genannten Flüssigkeit aus dem Körper macht die rituelle Reinheit (Wudu) ungültig, so wie es bei anderen nach islamischem Recht als unrein geltenden Stoffen der Fall ist. Wenn diese Flüssigkeit auf die Kleidung oder den Körper gelangt, muss die betroffene Stelle gewaschen werden. (Kâsânî, Bedâ’i, 1/19; Merğînânî, el-Hidâye, 1/17)
Quelle: T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı, Din İşleri Yüksek Kurulu
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